Gürtelprüfung Kinder – Theorie Fibel

Kian-Do ist eine Kampfkunst. Deshalb wird auch Theorie im Training erklärt und in der Gürtelprüfung abgefragt.
Aber keine Panik. Es klingt schwieriger als es ist. Hier folgt eine kleine Fibel der Theorie für Kinderprüfungen.

Gelbgurt Theorie

Alle, die im Kian-Do einen Gelbgurt anstreben, sollten wissen wer das Kian-Do entwicklet hat und natürlich die Trainings Etikette.
Hier also die Antworten.

Kian-Do Entwickler: Horst Oswald. (Auch als Ossi bekannt.)

Etikette:

  • Pünktlich zum Training erscheinen
  • Den kompletten Anzug tragen
  • Verbeugen beim Betreten des Trainingsraumes
    (das symbolisiert, dass der Alltag draußen bleibt und sich für die Dauer des Trainings nur auf das Training konzentriert wird)
  • Zuhören
  • Trainingspartner mit Respekt und Rücksicht behandeln
  • Positive, defensive Einstellung: Wir lernen das Kian-Do nicht um andere anzugreifen, sondern um uns selbst besser zu verteidigen.

Ist doch gar nicht so viel, oder?


Orangegurt Theorie

Orangegurte müssen schon etwas mehr wissen. Was bedeutet denn Kian-Do eigentlich? Eine Frage, die bei der Prüfung zum Orangegurt gestellt wird.

KI – Die körperlichen und geistigen Kräfte.
AN – Gerne machen, von Innen heraus, aus dem Herzen.
DO – Der Weg, die Entwicklung, die Reifung.

Kian-Do
Ich entwickle meine körperlichen und geistigen Kräfte weil ich Spaß daran habe und es gerne mache.


Grüngurt Theorie

Fast geschafft. Auch angehende Grüngurte haben Theorie zu üben. Ist aber nicht viel.

Das Graduierungssystem zeigt den Stand des Schülers an. Je dunkler der Gürtel, desto mehr Techniken hat der Schüler bereits gelernt. Das System startet mit dem 9.Kyu (Gelb) und läuft zum 1.Kyu (Braun-Schwarz). Danach kommt der 1.Dan (Schwarz), gefolgt von weiteren Dans. Es gibt im Kian-Do den 1. bis 8. Dan.
Kyu bedeutet Schülergrad. Dan bedeutet Meistergrad.
Die Abfolge im Kian-Do ist also wie folgt:
Gelb, Orange, Grün, Rot, Rot-Blau, Blau, Blau-Braun, Braun, Braun-Schwarz, Schwarz
Den weißen Gürtel erhält man mit dem Anzug.

Zusammensetzung des Kian-Do
Das Kian-Do besteht aus acht Kampfsportarten. Diese sind:
Aikido, Anti–Terror-Kampf, Hap-Ki-Do, Jiu-Jitsu, Kick-Boxen, Kung-Fu, Taekwon-Do, Thai-Boxen

Nebenbei noch eine Zusatz Info: Es wurden noch Teile von Präventions-, Reha- und Aufbaugymnastik mit eingebaut, um eine gesunde und flexible Kampfkunst zu gewährlisten.

Ein bisschen mehr als bei den vorherigen Gürteln, aber machbar. Ansonsten frage doch im Training nach einer schönen Merkhilfe. Damit kannst du dir die Kampfsport Arten aus denen das Kian-Do entwickelt wurde noch leichter merken.


Rotgurt Theorie

Wenn Kampfsportler auf der Straße in ein Handgemenge geraten, sind sie generell auch bei den ersten, die zur Rechenschaft gezogen werden.
Deswegen ist es wichtig, den Notwehrparagraphen zu kennen und zu beherzigen.

Notwehrparagraph – § 32 StGB
§ 32 StGB – Der Notwehrparagraph
(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
(Quelle: § 32 StGB)

Vereinfacht gesagt: Die Abwehr muss im passenden Verhältnis zum Angriff stehen. Wenn dich einer schubst, darst du ihm den Arm nicht brechen. Wenn es aber ein Angriff auf dein Leben ist und bei der Verteidigung ein Arm gebrochen wird, ist das durchaus gerechtfertigt.
Und immer dran denken: Es gibt auch das Gesetz, dass zur Ersten Hilfe verpflichtet.


Kian-Do ist Selbstverteidigung. Mehr dazu hier.