Gürtelprüfung Erwachsene – Kian-Do Theorie

Kian-Do ist eine Kampfkunst. Deshalb wird auch die Kian-Do Theorie im Training erklärt und in der Gürtelprüfung abgefragt.

Gelbgurt Kian-Do Theorie

Alle, die im Kian-Do einen Gelbgurt anstreben, sollten wissen wer das Kian-Do entwicklet hat und natürlich die Trainings Etikette.
Erwachsene müssen dazu noch erklären können was Kian-Do bedeutet und wie es entstanden ist.
Hier also die Antworten.

Kian-Do Entwickler: Horst Oswald. (Auch als Ossi bekannt.)

Etikette:

  • Pünktlich zum Training erscheinen
  • Den kompletten Anzug tragen
  • Verbeugen beim Betreten des Trainingsraumes
    (das symbolisiert, dass der Alltag draußen bleibt und sich für die Dauer des Trainings nur auf das Training konzentriert wird)
  • Zuhören
  • Trainingspartner mit Respekt und Rücksicht behandeln
  • Positive, defensive Einstellung: Wir lernen das Kian-Do nicht um andere anzugreifen, sondern um uns selbst besser zu verteidigen.

KI – Die körperlichen und geistigen Kräfte.
AN – Gerne machen, von Innen heraus, aus dem Herzen.
DO – Der Weg, die Entwicklung, die Reifung.

Kian-Do
Ich entwickle meine körperlichen und geistigen Kräfte weil ich Spaß daran habe und es gerne mache.

Entstehung:

Für die Gürtelprüfung reicht eine Beschreibung in 2-3 Sätzen.

Geschichte des Kian-Do’s

Nachdem Horst Oswald seinen ersten Schwarzgurt ( 1.Dan ) im Taekwon-Do im Jahre 1984 bestand, erkannte er durch persönliche Erfahrungen im Jahre 1985, dass das Taekwon – Do nicht alle Bereiche abdeckt, die ihm wichtig waren. Durch den Wunsch nach Weiterbildung und persönlicher Verbesserung lernte er in den nachfolgenden Jahren viele verschiedene Kampfkünste. In sechs davon besitzt er diverse Dan Grade. Zusammengefasst befasste er sich im Laufe der letzten 30 Jahre mit folgenden Kampfsportarten:

Aikido, Anti-Terrorkampf, Anti- Terror-Street Fight, Arnis, Boxen, Hapki-Do,Jiu-Jitsu, Judo, Ju-Jitsu, Ju-Jutsu, Kick-Boxen, Nunchaku, Nin-Jutsu, Karate, Taekwon-Do, Thai-Boxen, Diverse Kung Fu Stile, Krav Maga, Kyoshu-Jitsu.

Zudem wurde von ihm jegliche Literatur, bzw. jede(s) Lehrvideo / DVD zum Thema Kampfsport durchgearbeitet und verwertet. Um die Wirksamkeit der entwickelten Techniken zu verbessern wurden diese immer wieder unter realitätsnahen Bedingungen gestestet. Stellte sich eine Technik als noch nicht ausgereift oder unwirksam heraus, wurde sie aus dem Repertoire gestrichen oder geändert, bis die angestrebte Effektivität erreicht wurde.
Den Grundaufbau des Kian-Do entwickelte er in den Jahren 1985 bis 1995. Ziel war es eine, der Zeit angepasste Selbstverteidigung zu entwickeln, die sich fortwährend weiterentwickeln soll. Aufgrund dieser Dynamik war und ist es möglich, dass stetig Veränderungen vorgenommen werden können um das Kian – Do noch effektiver und effizienter zu gestalten.

Enstprechend dem Motto: Stillstand bedeutet Rückschritt !

Zur Unterstützung bei dieser schwierigen Aufgabe zu haben setzte er im Jahr 1998 Franz Czebeka, als Lehrwart ein. Dieser ist für die Weitergabe der neu eingebauten Techniken verantwortlich.

Es wurde aber nicht nur Wert auf das körperliche Training gelegt, sondern auch auf die mentalen Aspekte des Kian – Do. Darum wurden psychologische Grundkenntnisse mit integriert, die er während seines Psychologiestudiums erlernt hatte. Um das Kian – Do noch mehr zu optimieren wurden in den Lehrstoff sportwissenschaftliche, medizinische, sowie soziale und ethische Grundsätze ebenfalls mit eingebaut.

Sinn und Zweck der gesamten Entwicklung des Kian – Do war es, den Schülern eine geeignete, für jedermann erlernbare, effektive Selbstverteidigung mit traditonell- philospohischem Hintergund zur Verfügung zu stellen. Zugleich muss durch das Kian – Do jedem die Möglichkeit zur optimalen Persönlichkeitsentfaltung gegeben werden.

Deshalb lautet einer der obersten Maximen im Kian – Do

Nur wer das Unmögliche versucht wird das Mögliche erfahren

Unter diesem Motto sollte jeder Kian-Do betreiben. Denn nur wer seine Grenze kennt, weiß wie weit er gehen kann und darf.


Orangegurt Kian-Do Theorie

Orangegurte sollten wissen aus welchen Kampfsportarten das Kian-Do besteht.

Zusammensetzung des Kian-Do
Das Kian-Do besteht aus acht Kampfsportarten. Diese sind:
Aikido, Anti–Terror-Kampf, Hap-Ki-Do, Jiu-Jitsu, Kick-Boxen, Kung-Fu, Taekwon-Do, Thai-Boxen

Eine kleine Zusatz Info: Es wurden auch Teile von Präventions-, Reha- und Aufbaugymnastik mit eingebaut, um eine gesunde und flexible Kampfkunst zu gewährlisten.


Grüngurt Kian-Do Theorie

Auch angehende Grüngurte haben Theorie zu üben.

Das Graduierungssystem zeigt den Stand des Schülers an. Je dunkler der Gürtel, desto mehr Techniken hat der Schüler bereits gelernt. Das System startet mit dem 9.Kyu (Gelb) und läuft zum 1.Kyu (Braun-Schwarz). Danach kommt der 1.Dan (Schwarz), gefolgt von weiteren Dans. Es gibt im Kian-Do den 1. bis 8. Dan.
Kyu bedeutet Schülergrad. Dan bedeutet Meistergrad.
Die Abfolge im Kian-Do ist also wie folgt:
Gelb, Orange, Grün, Rot, Rot-Blau, Blau, Blau-Braun, Braun, Braun-Schwarz, Schwarz
Den weißen Gürtel erhält man mit dem Anzug.


Rotgurt Kian-Do Theorie

Wenn Kampfsportler auf der Straße in ein Handgemenge geraten, sind sie generell auch bei den ersten, die zur Rechenschaft gezogen werden.
Deswegen ist es wichtig, den Notwehrparagraphen zu kennen und zu beherzigen.

Notwehrparagraph – § 32 StGB
§ 32 StGB – Der Notwehrparagraph
(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
(Quelle: § 32 StGB)

Vereinfacht gesagt: Die Abwehr muss auf jeden Fall im passenden Verhältnis zum Angriff stehen. Wenn dich einer schubst, darfst du ihm den Arm nicht brechen. Aber bei ein Angriff auf dein Leben ist es anders. Falls du bei der Verteidigung versehentlich einen Arm brichst, ist das verhältnismäßig.
Und immer dran denken: Es gibt auch das Gesetz, dass zur Ersten Hilfe verpflichtet.


Kian-Do ist auch Selbstverteidigung. Mehr dazu hier.